Aktuelles | 13.07.2020 | Heyne

Krankenpfleger*in - für viele gleichzeitig Traumberuf und Albtraum, wie geht das?

Böhler I'm a nurse Cover

Franziska Böhler erzählt, warum sie Ihren Beruf liebt, was ihn besonders macht und wofür Sie mit aller Kraft kämpft. Ihren vielen Mitstreitern gibt sie in ihrem Buch eine starke Stimme.

"I'm a nurse. Warum ich meinen Beruf als Krankenschwester liebe - trotz allem" erscheint am 10. August im Heyne Verlag.

Permanente Unterbesetzung, kaum Zeit für Patienten, ein leergefegter Personalmarkt - seit Jahren macht Krankenhauspersonal auf bisweilen katastrophale Zustände in deutschen Kliniken aufmerksam, doch kaum jemand hörte zu. Während der Corona Pandemie wandelte sich das Verständnis und Pflegepersonal galt plötzlich als systemrelevant. Die Arbeit von Schwestern und Pflegern rückte mit einem Mal in das Bewusstsein eines großen Teils der Gesellschaft und der Medien. Mit den sinkenden Fallzahlen war dann auch der anerkennende Applaus schnell wieder verhallt, doch auf den Stationen ging der Ausnahmezustand längst weiter – zum Teil unter noch schlechteren Bedingungen als zuvor. 

Franziska Böhler ist eine von denen, die all das schon lange nicht mehr hinnehmen wollen. Seit Jahren bloggt die 33-jährige Krankenschwester über die Missstände, die Patienten und Personal immer wieder erleben müssen und erreicht damit tausende Menschen. Sie schreibt über die tragischen und bewegenden Seiten ihres Berufes – aber auch über die übersehenen, wertvollen Aspekte; darüber, was den Pflegeberuf im Kern wirklich ausmacht. Denn eine Krankenschwester zu sein, ist für sie trotz aller Widrigkeiten noch immer ein Traumberuf.

In Ihrem Buch möchte Franziska Böhler Einblicke geben in den Alltag im Krankenhaus und Bewusstsein dafür schaffen, dass das System, auf das wir alle im Notfall zurückfallen, kurz vor dem Kollaps steht. Diese Situation wird mit dem nüchternen Begriff "Pflegenotstand" offiziell zusammengefasst. Franziska Böhler nimmt ihm die Nüchternheit und Distanz und schildert die Schicksale dahinter.

In zahlreichen Fallgeschichten beschreibt sie den Alltag auf Station. Aber auch Patienten, Hebammen, Auszubildende und Ärzte berichten von ihren persönlichen Erfahrungen und dem Leid, das Kostendruck und Personalmangel in Krankenhäusern und Altenheimen verursachen. Dabei geht es nicht selten um Leben und Tod. Die Einblicke sind erschreckend und berührend zugleich, aber vor allem sind sie eines: augenöffnend. Dieses Gesundheitssystem - von Geburtsklinik bis zum Pflegeheim - braucht dringend Hilfe. 
 

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