Aktuelles | 08/05/2022 | cbj audio

Annette Frier liest „Das fantastische fliegende Fundbüro“

Annette Frier liest "Das fantastische fliegende Fundbüro"

Die Schauspielerin im Interview

Bei cbj audio erscheint am 31. August das Kinderhörbuch Das fantastische fliegende Fundbüro von Angelika Niestrath und Andreas Hüging – parallel zur Buchausgabe bei cbj. Gelesen wird die fantasievolle Abenteuerreise von Schauspielerin, Komikerin und Sprecherin Annette Frier.

Foto Annette Frier copyright Mathias Bothor

Im Interview berichtet Annette Frier, was sie an der Idee eines fliegenden Fundbüros begeistert und welche Fähigkeit sie als Kind stark gemacht hat. Außerdem spricht sie über das Besondere daran, Kinderhörbücher einzulesen. 

Gerne können Sie das Interview im Rahmen einer Besprechung des Hörbuchs ganz oder in Teilen verwenden. Dazu finden Sie die Antworten auf die einzelnen Fragen als Audiofiles, sowie den gesamten Text zum Download am Ende dieses Beitrags. 

Natürlich schicken wir Ihnen bei Interesse gerne ein Rezensionsexemplar des Hörbuchs, digital oder haptisch.

 

Was hat dich am Text des fantastischen fliegenden Fundbüros besonders begeistert und davon überzeugt, die Stimme des Hörbuchs zu werden?  

Erstens haben die Autor*innen Angelika Niestrath und Andreas Hüging einfach eine gute Story hingelegt – es ist echt was los! Ich möchte fast sagen, es ist ein Roadmovie für Kids. Und dann spielt der Hauptteil der Handlung in einem fliegenden Bett! Ganz ehrlich, das habe ich mir schon als Kind gewünscht und dieser Wunsch ist bis heute noch nicht so richtig in Erfüllung gegangen. Dafür aber in dieser Story und das hat mir großen Spaß gemacht.  

  

Hast du selbst schon einmal ein Herzensding verloren und dann unverhofft wieder gefunden?  

Ja, ich habe aber auch schon Herzensdinge verloren und unverhofft nicht wiedergefunden. Ich warte sogar noch auf das Wiederkehren von drei Herzensdingen. Und das Gute ist, man darf nie aufhören zu hoffen, dass sie wiederkommen. Ansonsten muss ich mich mit anderen Leuten, die davon mehr Ahnung haben als ich, in Verbindung setzen.  

  

Hättest du dir damals die Hilfe eines fantastischen fliegenden Fundbüros gewünscht?  

Absolut! Endlich fragst du mich das! Das ist es ja, man muss es sich auch wirklich mehr wieder zurückwünschen. Das mache ich jetzt mal, ich schicke das mal kurz ans Universum raus, dann kannst du mir die nächste Frage stellen. Moment...Dankeschön. Weiter geht's.  

  

Anton wird durch sein Talent als Finde-Agent mutig und selbstbewusst. Welche besondere Fähigkeit hat dich als Kind stark gemacht?  

Ich war ja extrem introvertiert – ich habe es hier und dort schon mal erzählt – und ich habe mich tatsächlich durch wenig aus meiner Ruhe bringen lassen. Ich glaube, das war so Hauptmerkmal meiner frühen Kindheit; dass meine Mutter nicht wusste, welche die geeignete Schulform für mich werden könnte, weil ich meistens sehr abwesend war und Knöpfe von links nach rechts sortiert habe. Im Prinzip mache ich das heute auch noch hauptberuflich, man sieht es mir nur nicht an.  

  

Gibt es etwas, dass du Kindern wie Anton gerne sagen würdest?  

Natürlich! Lieber Anton, diese sogenannte Zusammengehörigkeit oder dieses Mitgliedsein in einer Gruppe, in einer Clique, in einer besonders coolen Gemeinschaft, ist vollkommen überschätzt. Das erfährt man leider erst als Erwachsener, aber dann so richtig. Ich möchte hier kurz von verschiedenen Treffen - Abitreffen oder Klassentreffen - berichten, die ich jetzt hatte. Die Leute, die damals Außenseiter waren und bei denen man immer so dachte „ein bisschen nerdig ist die Geschichte schon“, sind die besten geworden. Ich kann es wirklich nur sagen, ich muss mir selber vor den Kopf schlagen, was ich da teilweise für Gesellschaft in der Schule gesucht habe. Also ich bin begeistert von so drei Typen, eine Frau und zwei Jungs, von früher, die haben wir damals links liegen lassen, und ich war auch eine von diesen „ne, die sind mir irgendwie zu speziell”. Das kann ich wirklich nur bedauern, da hätte ich wahrscheinlich früher schon viele gute Geschichten erfahren, wenn ich mich früher mit denen eingelassen hätte.  

  

Du sprichst Hörspiele und Hörbücher sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder. Was ist das Besondere am Kinderhörbuch?  

Erstens kriegt man immer direkt eine ganz ehrliche Resonanz, das finde ich super, also im direkten Bekannten- und Freundeskreis und manchmal auch tatsächlich auf der Straße. Und das ist einfach immer ehrlich, wenn die Kinder sagen, wie sie eine Geschichte finden. Das ist ja auch als Erwachsener höchst selten, dass man wirklich mit Ehrlichkeit zu tun bekommt. Dann ist man kurz erschrocken, manchmal aber eben dann auch sehr begeistert, oder man muss sich eingestehen, dass es da vielleicht noch Luft nach oben gegeben hätte. Das ist das Beste daran und natürlich kann man bei Kinderhörspiel oder -hörbuch auch mal so ein bisschen auf die Tube drücken. Das ist manchmal mit so seriösen Erwachsenenstoffen nicht unbedingt gewünscht, was ich auch richtig finde.

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Das fantastische fliege...

Andreas Hüging, Angelika Niestrath

Mit Raketenbett auf der Suche nach verlorenen Herzensdingen 

Im Fundbüro von Herrn Elmer gibt es eine Spezialabteilung für besonders schwere Fälle. Dort sucht Elmers Enkelin Alex mit Hilfe einer verrückten Wahrsagekugel nach verlorenen Lieblingsdingen. Und zwar in einem fliegenden Bett mit Raketenantrieb! Als Anton wegen seines verschwundenen Hundes Fluser an die Spezialabteilung gerät, kann er beweisen, dass er ebenfalls einen begabten Finde-Agenten abgibt – und so dauert es nicht lange, bis das Raketenbett eines Abends wieder vor seinem Fenster auftaucht. Alex braucht Hilfe bei einem kniffligen Großauftrag: Der Geisterbahnbesitzer vom Jahrmarkt hat alle seine Geister verloren!

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